Neue Webinar-Reihe „3D-Druck-Dienstag“

Freuen Sie sich auf spannende Impulse und Inputs von TÜV NORD Sys­tems, Strata­sys, Ampower, Siemens Digit­al Indus­tries Soft­ware, sim­u­fact engin­eer­ing, myp­rin­too, 3D Print­ing Solu­tions & Con­sult­ing, Qiop­tiq Photon­ics und Vis­iCon­sult X‑ray Sys­tems & Solu­tions.

Die neue Webin­ar-Reihe „3D-Druck-Dien­stag – con­nect, dis­cuss, col­lab­or­ate“ gibt Net­zwerkmit­gliedern und weit­er­en interessier­ten Anwendern und Exper­ten Gele­gen­heit, die 3D-Druck-Play­er in der Met­ro­polre­gion Ham­burg und Ihre 3D-Druck-Akt­iv­itäten kennen­zulernen und sich über neueste Entwicklun­gen aus­zutauschen.

Der „3D-Druck-Dien­stag“ fin­d­et seit 15. Septem­ber 2020 jeden 3. Dien­stag im Mon­at in der Mit­tag­szeit von 13.00 – 14.00 Uhr als Webin­ar statt.

Die The­men und Ein­wahld­aten zu den Ver­an­stal­tun­gen  find­en Sie in der Rub­rik “Ter­mine”.

 

Europa ist bei Patentanmeldungen im 3D-Druck Spitze

Die Zahl der europäis­chen Pat­entan­mel­dun­gen für addit­ive Fer­ti­gung („addit­ive man­u­fac­tur­ing“ – AM) ist zwis­chen 2015 und 2018 um durch­schnit­t­lich 36 Prozent pro Jahr gestie­gen – zehn­mal schneller als die Ges­amtzahl der Pat­entan­mel­dun­gen jähr­lich (3,5 Prozent). Das ist das Ergeb­nis ein­er neuen Stud­ie des Europäis­chen Pat­entamts (EPA).

Laut der Stud­ie mit dem Titel “Pat­ente und addit­ive Fer­ti­gung — Trends bei 3D-Druck-Tech­no­lo­gi­en” steht Europa auf diesem Gebiet an der Spitze: Zwis­chen 2010 und 2018 ging nahezu die Hälfte aller AM-Pat­entan­mel­dun­gen beim EPA auf das Konto europäis­cher Unterneh­men und Erfind­er.

Aus der Stud­ie geht her­vor, dass 47 Prozent (7.863) aller AM-Erfind­un­gen, für die im Zeitraum 2010 bis 2018 Pat­entan­mel­dun­gen beim EPA eingereicht worden sind, auf europäis­che Länder ent­fal­len. Euro­pas führende Pos­i­tion ist vor allem auf den Beitrag Deutsch­lands zurück­zuführen, das für 19 Prozent (3.155) aller AM-Anmel­dun­gen ver­ant­wort­lich zeich­net. Aber auch Span­i­en, Bel­gi­en, das Ver­ein­igte Königreich, die Sch­weiz und die Nieder­lande zei­gen eine starke Spezi­al­is­ier­ung in diesem Bereich. Im welt­weiten Ver­gleich sind mit 35 % (5.747) der Anmel­dun­gen jedoch die USA das Top-Herkun­fts­land.

Die größte Nachfrage nach Pat­en­ten für addit­ive Fer­ti­gungs­ver­fahren (4 018 Anmel­dun­gen) verzeich­net seit 2010 der Gesund­heitssek­t­or, gefol­gt von Ener­gie und Verkehr (2 001 bzw. 961 Anmel­dun­gen). Ein stark steigendes Anmeldeau­fkom­men ist fern­er bei Indus­triew­erkzeu­gen, in der Elektronik, im Bauwesen, bei Kon­sumgütern und sog­ar in der Lebens­mit­tel­branche zu beo­bacht­en.

Diese Branchen­viel­falt spiegelt sich auch im Pro­fil der größten Anmeld­er beim EPA wider. Wie die Ana­lyse zeigt, wur­den rund 30 Prozent (6.548) aller AM-Pat­entan­mel­dun­gen zwis­chen 2000 und 2018 von 25 Unterneh­men eingereicht. Ange­führt wird da Rank­ing von Unterneh­men so unter­schied­lich­er Branchen wie Trans­port, Chemie und Pharma, IT, Elektronik, Bild­verarbei­tung und Kon­sumgüter sow­ie 3D-Druck selbst (Strata­sys, 3D Sys­tems, EOS) von den US-Fir­men Gen­er­al Elec­tric und United Tech­no­lo­gies sow­ie dem deutschen Siemens-Konzern auf dem drit­ten Platz.

Die Stud­ie zeigt fern­er, dass zwar zwei Drit­tel der Pat­entan­mel­dun­gen für AM-Tech­no­lo­gi­en von sehr großen Unterneh­men eingereicht wur­den. 10 Prozent (2.148) stam­mten aber aus Unterneh­men mit 15 bis 1 000 Beschäftigten, 12 Prozent (2 584) von Ein­zel­erfind­ern und klein­en Unterneh­men mit weni­ger als 15 Beschäftigten sow­ie 11 Prozent (2 448) von Uni­versitäten, Kranken­häusern und öffent­lichen Forschung­sein­rich­tun­gen. Diese drei Kat­egori­en sind somit auch als wichtige Akteure der AM-Innov­a­tions­land­schaft anzuse­hen.

Eine Zusam­men­fas­sung der wichtig­sten Ergeb­n­isse der eng­lischs­prac­hi­gen Stud­ie ist auch in deutscher Sprache ver­füg­bar.

Quelle: EPA

 

Neue Berichte über die 3D-Druck-Branche veröffentlicht

The Addit­ive Man­u­fac­tur­ing Land­scape 2020 – Key insights and trends into the addit­ive man­u­fac­tur­ing mar­ket von AMFG und The State of 3D Print­ing von Sculpteo geben Ein­blick in den aktuel­len 3D-Druck-Markt.

AMFG, ein Soft­ware-Entwick­ler für Auto­mat­is­ier­ungslösun­gen aus Lon­don, hat in seinem jähr­lichen Bericht über die Lage der addit­iven Fer­ti­gung 231 Unterneh­men und Insti­tu­tion­en betrachtet. Der Bericht bietet Ein­blicke in den aktuel­len 3D-Druck-Markt, gegliedert nach Hard­ware Man­u­fac­tur­ers, Soft­ware Vendors, Mater­i­als Sup­pli­ers, Post-Pro­cessing Man­u­fac­tur­ers und Research Insti­tu­tions. Der Bericht kom­mt u. a. zu dem Ergeb­nis, dass der Metall-Druck immer wichti­ger wird. Der Bericht ist online ver­füg­bar.

Der 3D-Druck-Dienstleister Sculpteo ver­öf­fent­licht zum sech­sten Mal sein­en jähr­lichen Branchen­bericht, für den welt­weit 1.600 Teil­nehmer aus ein­er Vielzahl von Branchen welt­weit befragt wur­den. Sculpteo stellt u. a. ein­en stetig wach­senden Anwender­kre­is fest sow­ie ein­en Aufwärtstrend mit Blick auf die Produk­tion mit 3D-Druck. Der Bericht ist online ver­füg­bar.

Neue 3D-Druck-Kooperationsbörse

Sie haben 3D-Druck­er, die noch nicht rund um die Uhr druck­en oder Poten­zi­al für kom­plexe 3D-Kon­struk­tion­en und wollen ihre Arbeitsleis­tung anbi­eten? Oder haben Sie konkre­ten Bedarf an Arbeits­ma­ter­i­ali­en wie Face Shields, Masken­hal­ter, Spritz­s­chutz oder Ähn­li­chem?

Die Ver­sor­gungs- und Bedarf­sla­gen sind region­al sehr unter­schied­lich. Außer­dem tre­ten im Zusam­men­hang mit der aktuel­len Kris­en-Situ­ation indi­vidu­elle Prob­leme bei Unterneh­men auf, die spezi­fis­che Lösun­gen erfordern. Der 3D-Druck hat sich als Tech­no­lo­gie für schnelle, indi­vidu­elle Lösun­gen bew­iesen.

Vor diesem Hin­ter­grund haben die BioRe­gioN gemein­sam mit der Digit­ala­gen­tur Nieder­sach­sen und Nieder­sach­sen ADDITIV eine Koop­er­a­tions­börse geschaf­fen. Das Portal ver­fol­gt zwei Ziele: Es sol­len bestehende Praxisbeis­piele sow­ie der Weg zu den not­wendi­gen, frei ver­füg­bar­en Fer­ti­gungsin­form­a­tion­en wie 3D-Mod­elle oder Mont­a­gean­lei­tun­gen aufgezeigt wer­den. Und es wer­den Anfra­gen ges­am­melt, um bestehende nieder­säch­s­is­che Produk­tion­skapazitäten und ‑kom­pet­en­zen im 3D-Druck aufzulisten. Unterneh­men und Insti­tu­tion­en haben die Chance, ihre Gesuche und Ange­bote aus dem 3D-Druck-Bereich zu über­mit­teln, sie auf Wun­sch öffent­lich zu präsen­tier­en und so Part­ner für ihre Vorhaben zu find­en.

Die Koop­er­a­tions­börse find­en Sie hier.

Auch LifeS­ci­ence Nord, das nord­deutsche Net­zwerk für Innov­at­ive Med­iz­in, ist in diesem Bereich akt­iv und bietet auf der Web­seite u. a. aktuelle Suchan­fra­gen von Akteuren aus dem Cluster Life Sci­ence Nord zu Produktions‑, Kapazitäts- bzw. Liefer­eng­pässen im Zusam­men­hang mit der Coronavir­us-Pandemie.

 

 

 

Portrait Henning Fehrmann

Henning Fehrmann, Sprecher 3D-Druck Netzwerk Metropolregion Hamburg

Dipl.-Ing. Hen­ning Fehr­mann leitet in 5. Gen­er­a­tion den gleich­nami­gen glob­alen Innov­a­tionsführ­er. Die Fehr­mann GmbH entwick­elt und produziert Fen­ster für Spezi­alschiffe, beson­dere Gebäude und Anla­gen. Fehr­manns Fen­ster fin­d­et man u. a. auf dem welt­weit ein­m­a­li­gen Forschungsschiff Polarstern, der läng­sten Yacht der Welt, der Elb­phil­har­monie, aber auch in Klär­werken.

Die Fehr­mann Alloys GmbH & Co. KG, ein Joint Ven­ture mit dem Han­delsun­terneh­men CREMER, entwick­elt und produziert High-Per­form­ance Alu­mini­um für den 3D-Druck und ver­treibt dieses welt­weit. Neueste Innov­a­tion ist die High-Per­form­ance-Alu­mini­um­le­gier­ung AlMgty, die über Produk­teigenschaften ver­fügt, wie sie bish­er noch nicht auf dem Markt ver­füg­bar war­en. Beis­piels­weise lässt sich AlMgty bei gleichen mech­an­is­chen Eigenschaften nicht nur im 3D-Druck, son­dern auch in ver­schieden­en Guss­ver­fahren ein­set­zen, ermög­licht also die Her­stel­lung von Pro­to­typen bzw. Klein­au­fla­gen und indus­tri­eller Produk­tion aus ein­er Legier­ung. Außer­dem stellt das Unterneh­men in der eigen­en Metallgießerei Sich­er­heits­gussteile aus High-Per­form­ance Alu­mini­um her, die u.a. in Gas-Pipelines, LNG-Ter­min­als, aber auch in Achter­bahnen zum Ein­satz kom­men. Diese Legier­ungen wur­den in Koop­er­a­tion mit Helm­holtz und Fraunhofer entwick­elt.

Hen­ning Fehr­mann lebt für Innov­a­tion bzw. Zukun­ft­s­tech­no­lo­gi­en, beschäftigt sich mit Aug­men­ted Real­ity und Data Sci­ence. Ihn treiben Neu­gi­er und der Drang, immer wieder Neu­land zu betre­ten. Dement­s­prechend selb­stver­ständ­lich ist es für ihn, sich als Sprech­er für die kontinu­ier­liche Fortentwicklung ins­beson­dere des 3D-Drucks und sein­er Mög­lich­keiten zu enga­gier­en. Beson­ders wichtig ist ihm dabei, den 3D-Druck mehr ins Bewusst­sein der Indus­trie zu rück­en: Als Lösung für die Her­stel­lung neuer Produkte, die mit kon­ven­tion­el­len Fer­ti­gung­s­tech­nik­en bis dato nicht real­is­i­erbar war­en.

Beru­f­lich­er Hin­ter­grund:
Geschäfts­führender Gesell­schafter der Fehr­mann Unternehmens­gruppe und Co-Founder und Geschäfts­führ­er der Ynicorn GmbH.

Ämter und Funk­tion­en:
Chair­man Innov­a­tion Advis­ory Com­mit­tee des DESY
Beir­at Zen­trum für Hoch­leis­tungs­ma­ter­i­ali­en (ZHM)
Mit­glied im Aus­schuss für Indus­trie der Han­del­skam­mer Ham­burg
Region­alvorsitzender Met­ro­polre­gion Ham­burg DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V.
Obmann des Normenaus­schusses für Schiff­s­fen­ster
Mit­glied mehr­er­er Nor­men-Aus­schüsse der ISO, des CEN und des DIN.

Kon­takt:

henning.fehrmann@fehrmann.tech

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